Nothing but the Truth - Wenn sich VT's in Luft auflösen

NWO? Aliens auf der Erde? Kornkreise? Astralreisen? Galaktische Föderation? 9/11 was an Inside-Job? Chemtrails? HAARP? Alles Quatsch? Genau! Und um das zu zeigen ist dieses Forum da. Dies auch gerne mal satirisch und bissig. ;)
 
StartseitePortalKalenderNutzergruppenAnmeldenLogin

Teilen | .
 

 67P/Churyumov-Gerasimenko

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3
AutorNachricht
Chewbacca

avatar

Anzahl der Beiträge : 115
Anmeldedatum : 09.12.14

BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 18 Feb - 15:21 11490

astronews schrieb:
"Naher Vorüberflug an Komet 67P

Die europäische Raumsonde Rosetta ist dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko am vergangenen Sonnabend näher gekommen als jemals zuvor: Die Sonde flog in einem Abstand von nur sechs Kilometern von der Oberfläche an dem Kometen vorüber. Jetzt wurden erste Aufnahmen der Navigationskamera veröffentlicht, die eindrucksvolle Details zeigen.


Die Imhotep-Region am 14. Februar 2015 aus 8,9 Kilometern Entfernung. Bild: ESA / Rosetta / NavCam - CC BY-SA IGO 3.0 [Großansicht]

Am vergangenen Sonnabend wagte die europäische Raumsonde Rosetta erstmals einen sehr nahen Vorüberflug am Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Um 13.41 Uhr MEZ war Rosetta nur noch rund sechs Kilometer von der Oberfläche des Kometen entfernt und überflog die Imhotep-Region auf dem "Körper" des Kometen. 67P/Churyumov-Gerasimenko ähnelt einer Gummiente, man unterscheidet also grob zwischen Kopf, Halsbereich und Körper.

Jetzt hat die ESA erste Aufnahmen des Vorüberflugs veröffentlicht, die mit der Navigationskamera von Rosetta gemacht wurden. Im Gegensatz zu den Aufnahmen des wissenschaftlichen Kamerasystems OSIRIS, das deutlich höher aufgelöste Ansichten liefert, kann die ESA über die Bilder der Navigationskamera frei verfügen.

In den letzten Monaten hatte es immer wieder Kritik an der Veröffentlichungspolitik von hochaufgelösten Bildern des Kometen gegeben. Die Kritik stieß bei der ESA zwar auf Verständnis, doch war man in Paris und Darmstadt nicht in der Lage, daran schnell etwas zu ändern: Die einzelnen Instrumente an Bord von Rosetta, darunter auch das Kamerasystem OSIRIS, wurden nämlich von verschiedenen Wissenschaftlerteams gebaut und finanziert.

Diese haben in den Bau der Instrumente viele Jahre Arbeit investiert und wollen nun natürlich die Ergebnisse ihrer Arbeit, auf die sie seit dem Start von Rosetta warten, erst einmal selbst auswerten, bevor sich auch andere Wissenschaftler damit beschäftigen. Mit einer unerwarteten Entdeckung in den Daten könnte schließlich jede Menge an wissenschaftlichem Renommee verbunden sein.

Um der Öffentlichkeit nun zumindest etwas anbieten zu können, veröffentlicht das Team der Kamera OSIRIS immer wieder einige ausgewählte Bilder, dies allerdings oft mit mehreren Wochen Verspätung. Die ESA bereitet deswegen regelmäßig Bilder der Navigationskamera von Rosetta auf, die insbesondere bei nahen Vorüberflügen auch schon beeindruckende Details zeigen. Die Bilder der Navigationskamera hat die ESA zudem unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt, so dass sie von jedermann verwendet werden können.

Das oben gezeigte Bild entstand aus einer Entfernung von 8,9 Kilometern von der Oberfläche und wurde am 14. Februar 2015 um 15.15 Uhr MEZ gemacht. Zu sehen ist ein 1,35 mal 1,37 Kilometer großer Bereich, der einige faszinierende Strukturen der Imhotep-Region zeigt. Besonders interessant sind dabei die langgestreckten Strukturen auf der Oberfläche, die teilweise auch geschichtet zu sein scheinen. Überall sind zudem große Felsbrocken zu sehen. Am oberen Rand des Bildes ist der Cheops getaufte Brocken zu erkennen. Das Bild wurde aus vier Aufnahmen zusammengesetzt, die Auflösung beträgt 0,76 Meter pro Bildpunkt..."

Quelle: http://www.astronews.com/news/artikel/2015/02/1502-024.shtml
Nach oben Nach unten
Chewbacca

avatar

Anzahl der Beiträge : 115
Anmeldedatum : 09.12.14

BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Fr 20 Feb - 18:14 11543

astronews schrieb:


"Unser heutiges Bild des Tages zeigt einen Blick auf den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, der am Sonntag, also einen Tag nach dem dichten Vorüberflug der europäischen Raumsonde Rosetta (siehe dazu Rosetta: Naher Vorüberflug an Komet 67P vom 17. Februar 2015), entstand.

Am Sonnabend hatte Rosetta erstmals einen sehr nahen Vorüberflug am Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko gewagt und war in einem Abstand von nur rund sechs Kilometern über die Imhotep-Region auf dem "Körper" des Kometen geflogen. 67P/Churyumov-Gerasimenko ähnelt einer Gummiente, man unterscheidet also grob zwischen Kopf, Halsbereich und Körper.

Dieses Bild wurde nun aus einer Entfernung von 125 Kilometern gemacht. Die relativ ebene Imhotep-Region ist dabei, teils im Schatten, noch immer auf der Unterseite zu sehen. Sogar der große Felsen Cheops lässt sich noch erkennen..."

Quelle: http://www.astronews.com/bilddestages/2015/20150220.shtml
Nach oben Nach unten
CommanderData

avatar

Anzahl der Beiträge : 304
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Die USS Enterprise

BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Sa 7 März - 18:04 11896

astronews schrieb:


"Unser heutiges Bild des Tages zeigt einen gestern von der europäischen Weltraumagentur ESA veröffentlichten Blick der Navigationskamera der Sonde Rosetta auf den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko.

Das Bild entstand aus einer Entfernung von 101,7 Kilometern vom Zentrum des Kometen am 27. Februar 2015. Die Auflösung beträgt 8,7 Meter pro Bildpunkt, zu sehen ist ein insgesamt 8,9 Kilometer durchmessender Bereich.

Die Belichtungszeit für die Aufnahme betrug etwa zwei Sekunden. Dadurch sind einige Bereiche des Kometen bereits leicht überbelichtet, gleichzeitig ist aber die Aktivität des Kometen besser zu erkennen. Das Bild wurde zudem so bearbeitet, dass diese besonders deutlich zur Geltung kommt..."

Quelle/ganze Beschreibung: http://www.astronews.com/bilddestages/2015/20150305.shtml
Nach oben Nach unten
Chewbacca

avatar

Anzahl der Beiträge : 115
Anmeldedatum : 09.12.14

BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   So 15 März - 18:27 12090

astronews schrieb:
"Eis am Hals des Rosetta-Kometen?

In der Region Hapi im Halsbereich des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko könnte es Eis geben. Dies schlossen Wissenschaftler aus leichten Farbvariationen, die sie mit dem Kamerasystem an Bord der Raumsonde Rosetta entdeckt haben. Überraschend wäre dies nicht: Viele Fontänen aus Staub und Gas hatten in der Halsregion ihren Ursprung.


Dieses Falschfarbenbild zeigt in der linken Bildhälfte die glattere Hapi-Region, die den Kopf und den Körper des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko verbindet. Bild: ESA / Rosetta / MPS für OSIRIS Team (MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA) [Großansicht]


Die Region Hapi auf dem Hals des Rosetta-Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko reflektiert rotes Licht weniger effektiv als die meisten anderen Regionen. Sie erscheint deshalb leicht bläulich. In den vergangenen Monaten hatte sich dieser Bereich zudem als besonders aktiv erwiesen: Viele der Fontänen aus Staub und Gas, die der Komet ins All spuckt, nahmen dort ihren Ursprung.

Wissenschaftler des OSIRIS-Teams nutzen Aufnahmen, die mit Hilfe der Farbfilter des Kamerasystems an Bord der Raumsonde Rosetta entstanden sind, um die Reflexionseigenschaften der Kometenoberfläche zu untersuchen. Ihre Analysen bestätigen, dass die Hapi-Region einzigartig ist. Ihre bläuliche Färbung deutet daraufhin, dass dort gefrorenes Wasser mit dem oberflächlichen Staub vermischt ist.

Mit dem menschlichen Auge betrachtet ist der Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko grau - überall grau, auch in der Hapi-Region. Mit seinen Farbfiltern kann das Kamerasystem OSIRIS jedoch kleinste Unterschiede in der Reflektivität erkennen. Dazu beobachten die Forscher des OSIRIS-Teams dieselbe Region auf der Kometenoberfläche nacheinander mit verschiedenen Farbfiltern ab.

Falls die Region in einer dieser Aufnahmen heller erscheint als auf einer anderen, reflektiert sie das Licht dieser Wellenlänge besser und erscheint somit hervorgehoben in dieser Farbe. "Auch wenn die Farbvariationen auf der Oberfläche von 67P klein sind, können sie wichtige Hinweise enthalten", so Holger Sierks vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen, Leiter des OSIRIS-Teams.

In einer aktuellen Analyse hebt sich die Hapi-Region deutlich vom Rest des Kometen ab. Während die meisten Bereiche von 67P ein leicht rötliches Reflexionsspektrum zeigen, wie dies für Kometenkerne und andere primitive Körper wie etwa Asteroiden üblich ist, ist die Reflexion von rotem Licht aus dieser Region etwas geringer.

"Wir wissen, dass die Reflexionseigenschaften direkt mit der Oberflächenmorphologie zusammenhängen", sagt OSIRIS-Wissenschaftlerin Sonia Fornasier vom Pariser Observatorium. Wo die glatte Oberfläche der Hapi-Region der zerklüfteteren Landschaft angrenzender Gebiete weicht, ändern sich auch die Reflexionseigenschaften. Nach Ansicht der Wissenschaftler deuten ihre Messdaten darauf hin, dass in der Hapi-Region gefrorenes Wasser verstärkt an oder nahe der Oberfläche auftritt.

Frühere Weltraummissionen zu den Kometen 103P/Hartley 2 und 9P/Tempel 1 hatten ein ähnliches Verhalten beobachtet und das bläuliche Spektrum mit dem Vorkommen gefrorenen Wassers in Verbindung gebracht. OSIRIS kann das reflektierte Licht des Kometen mit Hilfe der Farbfilter nur in einer begrenzten Anzahl von Wellenlängenbereichen darstellen. Um oberflächliches Eis direkt zu identifizieren, ist die Raumsonde Rosetta deshalb mit weiteren Instrumenten ausgestattet. Das Spektrometer VIRTIS etwa kann die spektralen Fingerabdrücke von Wassermolekülen eindeutig zuordnen. "Wir sind gespannt, ob sich unsere Hinwiese durch solche Messungen bestätigen werden", so Sierks..."

Quelle: http://www.astronews.com/news/artikel/2015/03/1503-018.shtml
Nach oben Nach unten
CommanderData

avatar

Anzahl der Beiträge : 304
Anmeldedatum : 23.09.14
Ort : Die USS Enterprise

BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 15 Apr - 12:16 12607

astronews schrieb:
"Rosetta-Komet ist bemerkenswert unmagnetisch

In Wien wurden heute weitere Ergebnisse der Messungen mit dem Magnetometer an Bord des Kometenlanders Philae vorgestellt. Kombiniert man die Daten mit Messungen der Sonde Rosetta ergibt sich, dass 67P/Churyumov-Gerasimenko ein äußerst unmagnetisches Objekt zu sein scheint. Dies ist auch im Hinblick auf seine Entstehung interessant.


Der Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko am 25. März 2015 aus einer Entfernung von 86,6 Kilometern vom Kometenzentrum.  Bild: ESA / Rosetta / NavCam - CC BY-SA IGO 3.0   [Großansicht]


Erkenntnisse über die magnetischen Eigenschaften der Planeten und anderer Körper im Sonnensystem lassen weitreichende Schlüsse über ihre innere Beschaffenheit, Dynamik und Entstehungsgeschichte zu. Nach der spektakulären Landung des Rosetta-Landers Philae auf der Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko im November 2014, liegen nun die Ergebnisse der Magnetfeldmessungen zweier an der Technischen Universität Braunschweig entwickelter Messinstrumente vor.

"Churyumov-Gerasimenko ist ein bemerkenswert unmagnetisches Objekt", erklärt Dr. Hans-Ulrich Auster, Leiter des Lander-Magnetometerteams vom Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik (IGEP) der TU Braunschweig. Zwar war aufgrund seiner geringen Größe nicht zu erwarten, dass im Inneren des Kometenkerns Dynamoprozesse ablaufen, wie sie beispielsweise das Erdmagnetfeld erzeugen. Jedoch wurde darüber spekuliert, dass eisenhaltige, magnetische Staubpartikel als Bestandteile des kometaren Materials durch starke Magnetfelder vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren ausgerichtet worden und so eine bleibende Magnetisierung entstanden sein könnte.

Die Messungen des Braunschweiger ROMAP-Magnetometers auf dem Kometenlander Philae zeigen an der Kometenoberfläche nun aber Magnetfelder, die in ihrer Struktur und Stärke den Messungen des Braunschweiger RPC-Magnetometers auf der Rosetta-Sonde sehr ähneln. "Die bemerkenswerte Übereinstimmung der Messungen im Orbit und an der Oberfläche ist ein untrüglicher Hinweis, dass sich an der Oberfläche gemessenen Magnetfeldes wesentlich die Eigenschaften des Magnetfeldes in der kometaren Koma widerspiegeln", erläutert IGEP-Wissenschaftler Dr. Ingo Richter, Instrument-Manager des Orbiter-Magnetometers.

Die seit Anfang August 2014 gemessenen regelmäßigen Oszillationen des Feldes, das von den Braunschweiger Forschern als "Singen" des Kometen bezeichnet wird, beherrscht auch das Magnetfeld direkt an der Oberfläche. Beiträge des Kerns zum Magnetfeld liegen nach den Messungen der Braunschweiger Wissenschaftler deutlich unter zwei Nanotesla, also bei etwa einem Fünfzigtausendstel des Erdmagnetfeldes. Erst die Kombination aus Messungen im Orbit und an der Oberfläche sowie der mehrfache Anflug und Abflug zur und von der Oberfläche führten zu diesem Ergebnis.

"Die von uns festgestellte äußerst geringe Magnetisierung des kometaren Materials lässt nun den Schluss zu, dass Magnetfelder in der Region, in der dieser Komet entstanden ist, keine Rolle für das Zusammenbacken Dezimeter großer Brocken gespielt hat", erläutert Prof. Dr. Karl-Heinz Glaßmeier, Leiter des Rosetta-Orbiter-Magnetometer Teams. Da starke Magnetfelder eine wichtige Rolle für das Verständnis der Entstehung des Sonnensystems spielen, sehen die Braunschweiger Forscher den kommenden Diskussion mit ihren internationalen Kolleginnen und Kollegen mit Spannung entgegen..."

Quelle/ganzer Artikel: http://www.astronews.com/news/artikel/2015/04/1504-013.shtml
Nach oben Nach unten
Chewbacca

avatar

Anzahl der Beiträge : 115
Anmeldedatum : 09.12.14

BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Di 19 Mai - 11:39 12919

astronews schrieb:



"Unser heutiges Bild des Tages zeigt einmal wieder einen Blick der Navigationskamera der Sonde Rosetta auf den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Diese Ansicht von 67P entstand aus einer Entfernung von 135 Kilometern vom Kometenzentrum am 3. Mai 2015. Die Auflösung beträgt 11,5 Meter pro Pixel. Das Bild zeigt einen 11,7 Kilometer durchmessenden Bereich.

Auf dem Bild ist 67P/Churyumov-Gerasimenko von der Seite zu sehen. Der Komet besteht aus zwei unterschiedlich großen Teilen, was dem Kometen eine Form gibt, die an eine Badewannenente erinnert. Der kleinere Teil, der "Kopf", ist auf der linken Seite zu erkennen, der "Körper" rechts..."

Quelle: http://www.astronews.com/bilddestages/2015/20150515.shtml
Nach oben Nach unten
Chewbacca

avatar

Anzahl der Beiträge : 115
Anmeldedatum : 09.12.14

BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Fr 26 Jun - 12:33 13172

astronews schrieb:
"Gefrorenes Wasser auf dem Rosetta-Kometen

Mit Hilfe des wissenschaftlichen Kamerasystems OSIRIS an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta haben Wissenschaftler 120 helle Stellen auf der Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko identifiziert. Die optischen Eigenschaften dieser Stellen sprechen dafür, dass es sich um gefrorenes Wasser handelt, das sich in der Regel unter einer dunklen Staubschicht verbirgt.


Beispiele von sechs verschiedenen eisigen Stellen, die in Aufnahmen des wissenschaftlichen Kamerasystems OSIRIS identifiziert wurden. Bild: ESA / Rosetta / MPS for OSIRIS Team (MPS / UPD / LAM / IAA / SSO / INTA / UPM / DASP / IDA) [Großansicht]


Kometen enthalten gefrorenes Wasser. Das beweist der Wasserdampf, den Rosetta und frühere Kometenmissionen in der Atmosphäre dieser Objekte nachgewiesen haben. Auf der Oberfläche der Kometen ist dieses Eis jedoch nicht zu sehen. Wie auch andere Kometen ist 67P/Churyumov-Gerasimenko tiefschwarz gefärbt und reflektiert nur wenige Prozent des Sonnenlichts.

Forscher vermuten deshalb, dass das gefrorene Wasser unter der Schicht aus dunklem Staub zu finden ist, die den Kometen überzieht. Dieses unterirdische Eis könnte jedoch stellenweise hervorschauen, so die Forscher des OSIRIS-Teams in einer jetzt vorgestellten Studie. In Aufnahmen, die das wissenschaftliche Kamerasystem in der Zeit von August bis November 2014 einfing, konnten die Forscher 120 solcher Stellen ausmachen. Die meisten sind nur wenige Meter groß.

"Keine der früheren Kometenmissionen hat räumliche Auflösungen im Bereich einiger Meter erreicht", erklärt Holger Sierks vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Leiter des OSIRIS-Teams. "Wir sehen Strukturen dieser Art deshalb zum ersten Mal." Die optischen Eigenschaften der hellen Flecken deuten darauf hin, dass es sich um gefrorenes Wasser handelt. Sie reflektieren bis zu 60 Prozent des Sonnenlichtes. Das ist ein typischer Wert für Eis. Zudem ist dieses Licht leicht bläulich.

Ein weiterer wichtiger Hinweis: Innerhalb eines Monate haben sich die eisigen Stellen kaum verändert. Gefrorenes Kohlendioxid und Kohlenmonoxid, das Forscher ebenfalls auf der Kometenoberfläche erwarten, würde sich im Gegensatz dazu rasch verflüchtigen. "Zum Zeitpunkt unserer Beobachtungen befand sich der Komet noch weit entfernt von der Sonne. Bei dieser Entfernung dürfte pro Stunde, in der die Region Sonnenlicht erhält, weniger als ein Millimeter gefrorenen Wassers verdampfen", erläutert Teammitglied Antoine Pommerol von der Universität Bern.

Mit hoher Auflösung betrachtet entpuppen sich viele der hellen Flecken als Brocken mit hellen Bereichen auf ihrer Oberfläche. Einige treten in Gruppen auf, andere vereinzelt. Die Ansammlungen finden sich typischerweise in Geröllfeldern am Fuße von Klippen und Steilhängen. Sie könnten durch Erosionsprozesse oder das Zusammenbrechen der Klippen zum Vorschein gekommen sein. Im Gegensatz dazu stechen die vereinzelten helle Flecken aus ihrer Umgebung deutlich hervor.

Möglicherweise hat die Aktivität des Kometen sie an anderer Stelle in die Höhe geschleudert und sie kamen erst später an ihrem jetzigen Standort zur Ruhe. In allen Fällen handelt es sich um Regionen, die nur wenig Sonnenergie erhalten, sich also beispielsweise im Schatten einer Klippe befinden.

Um besser zu verstehen, wie eine solche Verteilung entstehen konnte, führten die OSIRIS-Forscher auch Laborexperimente durch und untersuchten, wie sich eine Mischung aus gefrorenem Wasser und verschiedenen Mineralien unter Sonneneinstrahlung verhält. Ihr Ergebnis: Bereits nach wenigen Stunden bildet sich ein dunkler Staubmantel von einigen Millimetern Dicke aus. An einigen Stellen im Experiment verbirgt dieser Mantel jedwede Spur des darunterliegenden Eises.

Hier und da konnte das verdampfende Wasser im Experiment jedoch größere Staubkörner oder Brocken mit sich reißen und so helle Bereiche freilegen. Das Team hält es für möglich, dass die eisigen Stellen bereits vor sechseinhalb Jahren entstanden, als sich der Rosetta-Komet das letzte Mal der Sonne näherte. Dabei könnten eisige Brocken in Gebiete geschleudert worden sein, die permanent im Schatten liegen. Dort konnten sie viele Jahre überdauern..."

Quelle: http://www.astronews.com/news/artikel/2015/06/1506-038.shtml
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko    0

Nach oben Nach unten
 

67P/Churyumov-Gerasimenko

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 3 von 3Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Nothing but the Truth - Wenn sich VT's in Luft auflösen :: Wissenschaft :: Astronomie :: Asteroiden und Kometen-