Nothing but the Truth - Wenn sich VT's in Luft auflösen

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 67P/Churyumov-Gerasimenko

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Galaxys81
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BeitragThema: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 6 Aug - 14:08 7300

Hier ein Auszug von dem Bericht auf der Seite: http://www.astronews.com

''Oberfläche zu heiß für Eis

Wissenschaftler haben Ende vergangener Woche erste Temperaturmessungen des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko vorgestellt: Mit rund minus 70 Grad Celsius ist es dort vermutlich zu warm für eine vollständig mit Eis bedeckte Oberfläche. Auch ein neues Bild des Zielkometen der ESA-Mission Rosetta wurde am Wochenende veröffentlicht.

Was auf der Erde für Kälterekorde steht, ist für einen Kometen aus Staub und Eis noch längst nicht der Tiefpunkt: Gerade einmal minus 70 Grad Celsius haben die Wissenschaftler des Instruments VIRTIS als durchschnittliche Temperatur für den Kometen Churymov-Gerasimenko gemessen, auf dem im November 2014 das Landegerät Philae unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) aufsetzen soll.

"Bei dieser Temperatur ist die Oberfläche des Kometen nicht vollständig mit einer Eisschicht bedeckt, sondern mit einem dunklen, staubigen Material", weiß DLR-Planetenforscherin Dr. Gabriele Arnold, die die deutschen wissenschaftlichen Beiträge zu diesem Experiment leitet. Gemessen wurde die Temperatur von der ESA-Sonde Rosetta aus, die am 6. August 2014 am Kometen ankommt.

Die Untersuchungen des Kometenkerns mit dem visuell-infraroten Spektrometer VIRTIS fingen im Juli dieses Jahres an. Zu diesem Zeitpunkt waren Sonde und Instrument noch zwischen 14.000 und 5.000 Kilometer vom Zielkometen entfernt und so füllt der Komet nur wenige Pixel des Bildes aus. "Die Temperatur repräsentiert deshalb einen Mittelwert über die sichtbare Kometenoberfläche."



(Screenshot: astronews) Großansicht: http://www.astronews.com/news/artikel/2014/08/1408-003a.shtml

Einzelne Regionen werden dabei nicht im Detail erfasst und können durchaus mit Eis bedeckt sein. Mit dem Durchschnittswert von minus 70 Grad Celsius liegt die Temperatur 20 bis 30 Grad über dem Wert, bei dem ein Komet komplett mit Eis bedeckt wäre. Die Wissenschaftler des VIRTIS-Teams gehen deshalb davon aus, dass die Oberfläche zum großen Teil mit einer Kruste aus dunklem Staub bedeckt ist, die vom Sonnenlicht erwärmt wird und diese Energie im infraroten Wellenlängenbereich wieder abstrahlt. DLR-Kometenforscher Dr. Ekkehard Kührt, der ebenfalls an VIRTIS beteiligt ist, schlussfolgert aus ersten Modellrechnungen: "Die relativ hohen Temperaturen legen nahe, dass die staubige Oberfläche sehr rau sein muss".

"Mit der weiteren Annäherung der Rosetta-Sonde an den Kometen werden von nun an kontinuierlich räumlich immer höher aufgelöste Bilder und die entsprechenden Spektren aufgezeichnet", erläutert Dr. Gabriele Arnold. Dies wird es den Wissenschaftlern ermöglichen, die Feinstruktur der Oberfläche des Kerns, seine Zusammensetzung sowie physikalische Parameter wie Temperatur und thermische Trägheit des Oberflächenmaterials zu untersuchen.

Spannend wird es dann vor allem, wenn Rosetta mit dem Instrument VIRTIS an Bord den Kometen auf seinem Weg zur Sonne begleitet - noch ist der Komet Churyumov-Gerasimenko 543 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Dann soll VIRTIS die Zusammensetzung des Kerns und die täglichen Veränderungen der Oberflächentemperatur in ausgewählten Regionen messen, um den Kometen und seinen Aufbau besser zu verstehen. VIRTIS wird Informationen über die thermalen Bedingungen und die stoffliche Struktur geeigneter Landeplätze liefern und gemeinsam mit anderen Instrumenten helfen, den besten Landeplatz auszuwählen..."


Quelle: http://www.astronews.com/news/artikel/2014/08/1408-003.shtml
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Do 7 Aug - 16:29 7315



"Unser heutiges Bild des Tages zeigt eine Nahaufnahme der Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, die die Raumsonde Rosetta gestern mit dem Kamerasystem OSIRIS aus einer Entfernung von 130 Kilometern vom Kometen gemacht hat. Die Auflösung des Bilds beträgt dabei 2,4 Meter pro Pixel, so dass schon größere Felsbrocken, Krater und Abbruchkanten zu erkennen sind.

Rosetta hatte den Kometen gestern nach einer rund zehnjährigen Reise durch das Sonnensystem erreicht. In den kommenden Wochen wird die Sonde die Oberfläche gründlich kartieren, um eine geeignete Landestelle für den Lander Philae zu finden, der im November auf dem Kometen landen soll.

Rosetta wird den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko auf seiner Reise durch das innere Sonnensystem begleiten und so verfolgen, wie die Aktivität des Kometen bei Annäherung an die Sonne langsam zu- und dann wieder abnimmt..."


Quelle und ganzer Artikel: http://www.astronews.com/bilddestages/2014/20140807.shtml
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Sa 16 Aug - 0:18 7378

Hier ein Auszug von dem Bericht auf der Seite: http://www.astronews.com

"Komet mit vielfältiger Oberfläche

Neue Aufnahmen der Sonde Rosetta zeigen, dass die Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko äußerst unregelmäßig geformt und offenbar weit weniger ursprünglich ist als gedacht. Das Rosetta-Team präsentierte auch eine 3D-Aufnahme des Kometenkerns, die aus zwei kurz hintereinander aufgenommenen Bildern erstellt wurde.

Äußerst unregelmäßig geformt und mit einer sehr rauen Oberfläche zieht Komet Churyumov-Gerasimenko seine Bahn im Weltall. "Die Oberfläche des Kometen ist bei weitem nicht so unverändert, wie wir uns das zu Beginn gedacht hatten", deutet Dr. Ekkehard Kührt, Kometenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und verantwortlich für die wissenschaftliche Beteiligung des DLR an der ESA-Mission Rosetta, die Aufnahmen. "Dafür ist die Vielfalt an Strukturen zu groß. Zu klären ist nun, wie sich diese Formen entwickelt haben. Wahrscheinlich hat die kometare Aktivität einen wichtigen Anteil daran."

Die jetzt präsentierte Anaglyphenansicht in 3D des Kometen zeigt unter anderem Risse, steile Hänge, Krater, Felsbrocken, glatte und zerklüftete Gebiete. Den 3D-Effekt erkennt man bei der Betrachtung mit einer Rot-Blau-Brille. Aufgenommen wurde die beiden Bilder, die für das Anaglyphenbild notwendig sind, am 7. August 2014, als Orbiter Rosetta in einer Entfernung von 104 Kilometern über den Kometen flog.



(Screenshot: astronews) Großansicht: http://www.astronews.com/news/artikel/2014/08/1408-012a.shtml  Stereobild: http://www.astronews.com/news/artikel/2014/08/1408-012b.shtml

Seit dem 6. August befindet sich die ESA-Sonde in einem ausgeklügelten Orbit um Churyumov-Gerasimenko. Die Aufnahmen zeigen deutlich: Der Komet wird es dem Lander-Team nicht einfach machen, einen geeigneten Landeplatz für Philae zu finden. Voraussichtlich am 11. November 2014 soll das Landegerät auf der Kometenoberfläche aufsetzen. Gesteuert und betrieben wird es dabei aus dem Lander Control Center (LLC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Da Churyumov-Gerasimenko aus zwei miteinander verbundenen Teilen besteht, fallen einige Regionen für einen sichere Landung sehr wahrscheinlich aus. Die Stereoaufnahme zeigt, dass der "Kopf" des Kometen (obere Bildhälfte) mit parallel verlaufenden Linien versehen ist. Der schmale Verbindungsgrat ist mit Felsbrocken bedeckt, der "Körper" des Kometen (untere Bildhälfte) scheint sehr zerklüftet zu sein..."


Quelle und ganzer Artikel: http://www.astronews.com/news/artikel/2014/08/1408-012.shtml
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Fr 22 Aug - 23:28 7410

Landeplatzsuche für Kometenlander Philae

Die Suche nach einem Landeplatz für den Kometenlander Philae geht in die erste entscheidende Phase: Bis Sonntag sollen die fünf möglichen Landestellen feststehen, die in den kommenden Wochen dann noch gründlicher unter die Lupe genommen werden. Eine endgültige Entscheidung über den Landeplatz muss bis zum 14. September fallen.

Wenn der Lander Philae sich seine Landestelle auf Komet Churuymov-Gerasimenko selbst schaffen könnte, wäre es ein Platz auf ebenem, aber dennoch wissenschaftlich spannendem Gelände, mit genügend Sonne und Bedingungen, die eine lange "Lebensdauer" für ihn möglich machen. Doch der schroffe, ungewöhnlich geformte Komet macht es dem Lander und seinem Team nicht so einfach mit der Auswahl: Bis zu fünf mögliche Landestellen wird das Konsortium unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bis Sonntag auswählen, um diese noch einmal ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Am 25. August werden die Kandidaten für die Landung bekanntgegeben.

Am 11. November 2014 soll das Landegerät der europäischen Rosetta-Mission dann - gesteuert und betrieben durch das Lander Control Center (LCC) des DLR in Köln - die erste Landung auf einem Kometen überhaupt durchführen. "Wir müssen bei der Auswahl der Landesstelle viele Kriterien berücksichtigen und gegeneinander abwägen", sagt DLR-Wissenschaftler Dr. Stephan Ulamec, der Projektleiter für Philae. "Dabei gibt es sicherlich keinen perfekten Landeplatz - den findet man in der Wirklichkeit nie. Es soll aber der beste Landeplatz sein, den es auf dem Kometen gibt."

Das Team aus DLR, der französischen Raumfahrtagentur CNES und den verschiedenen leitenden Wissenschaftlern für die Instrumente des Landers diskutieren deshalb zurzeit die Für und Wider für verschiedene Landeplätze. Dafür liefert das DLR unter anderem die Informationen, was der jeweilige Landeplatz für den Lander selbst bedeuten würde: Reichen die Sonnenstunden, beispielsweise um die Batterien für den wissenschaftlichen Betrieb aufzuladen, und in welchem Zeitraum haben diese wieder genügend Energie? Wie wirken sich die Temperaturen vor Ort auf Philae aus: Kann der Lander überhitzen oder unter Kälte leiden?


Dieses Bild des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko wurde am 19. August 2014 von der Navigationskamera (NavCam) an Bord der Raumsonde Rosetta aus etwa 79 Kilometern Entfernung zum Kometen aufgenommen.

Die übrigen Partner liefern Informationen beispielsweise zu den Flugbahnen von Orbiter und Lander oder zu der Menge an Sonnenlicht, die den Lander am jeweiligen Standort erreichen wird. Basis für diese Einschätzungen sind die Aufnahmen der Kameras an Bord des Orbiters, die Form und Oberfläche des Kometen zeigen. Aber auch Instrumente wie VIRTIS an Bord von Rosetta konnten schon Informationen wie die durchschnittliche Temperatur an der Kometenoberfläche liefern. Erste Daten liegen auch bereits für die Rotation des Kometen, seine Hülle aus Gas und Staub oder das Ausmaß des Ausgasens vor.

Dabei wird die erste Auswahl von nicht mehr als fünf möglichen Landeplätze schwierig genug: Der Komet, der aus zwei miteinander verbundenen Teilen besteht, bietet wenig ebene, einheitliche Flächen, auf denen Philae sicher landen könnte. Immerhin haben die sogenannten Lande-Ellipsen, in denen der tatsächliche Landeort liegt, einen Radius von etwa 500 Metern: "Exakter können wir den Landeplatz nicht kalkulieren", erklärt DLR-Wissenschaftler Ulamec. Da ein Steuerungssignal von der Erde zum Lander über 30 Minuten benötigen würde, muss Philae seine Landung nämlich selbst - automatisch über eine vorab vom DLR programmierte Ablaufprozedur und ohne korrigierende Hilfe in Echtzeit aus dem Kontrollzentrum - bewältigen.

Gebiete mit großen Steinbrocken oder Spalten will das Lander-Team deshalb vermeiden, um das Risiko für Lander Philae möglichst gering zu halten. Und auch wenn bei der Landung unverzüglich zwei Harpunen in den Kometengrund geschossen werden, um Philae zu verankern - ein Hang mit einer Neigung von mehr als 45 Grad würde dennoch für einen solchen Landeplatz ein Ausschlusskriterium sein. "Wir wollen zudem auch nicht an einer Stelle landen, an der entweder 24 Stunden Tag oder 24 Stunden Nacht herrschen", erläutert Ulamec. Dies wäre für die Energieversorgung und die Temperatur des Landers selbst ungünstig.

Nach einer ersten Phase, in der alle zehn Instrumente an Bord von Philae mindestens einmal zum Einsatz kommen, soll der Lander möglichst lange über Solarenergie versorgt werden. Diese zweite Phase würde dann weitere wissenschaftliche Untersuchungen ermöglichen. Zudem wünschen sich auch die wissenschaftlichen Nutzer einen Landeplatz mit einem Tag- und Nachtrhythmus, um den Kometen unter möglichst verschiedenen Bedingungen zu erforschen.

Letztendlich wird die Auswahl ein stetes Abwägen bleiben: Wie sicher und risikoarm soll die Landung sein? Oder soll man ein Risiko in Kauf nehmen und somit vielleicht einen schwierigeren Landeplatz auswählen, bei dem aber die Lebensdauer des Landers für die wissenschaftlichen Untersuchungen länger wäre? Landet man beispielsweise in einem Krater am "Kopf" des Kometen, ist dort im Inneren wohl sehr wahrscheinlich flaches Gelände - doch die Sonnenstunden sind geringer als am Äquator von Churyumov-Gerasimenko.

Ist die Entscheidung für mögliche Landestellen am 24. August gefallen, beginnt die Detailarbeit von neuem: Mit den jeweils aktuellsten Informationen der Instrumente werden Berechnungen durchgeführt, ob diese Landestellen mit dem Orbiter erreicht werden können, damit Philae schließlich zielsicher auf den Kometen sinken kann. Bis zum 14. September 2014 muss dann die Entscheidung fallen, welche beiden Landestellen ins Finale gehen.

Mitte Oktober steht dann fest: Wo wird Philae im November landen? Nur wenn der Komet noch rund 450 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt ist, ist die Zeit für einen Landung am günstigsten. Schon in den vergangenen Monaten hat Churyumov-Gerasimenko bei seinem Flug in Richtung Sonne unter Beweis gestellt, wie aktiv er sein kann, wenn seine eisigen Bestandteile durch die Hitze gasförmig werden und Staubteilchen mit ins All reißen.


Quelle: http://astronews.com/news/artikel/2014/08/1408-017.shtml
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mo 25 Aug - 22:44 7420

Fünf mögliche Landeplätze für Philae

Das Team des Kometenlanders Philae hat gestern fünf verschiedene Stellen auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko ausgewählt, an denen eine Landung im Prinzip möglich sein müsste und sich zudem auch lohnen würde. Keine der ausgewählten Stellen kann allerdings alle Wünsche des Teams erfüllen. Nun werden die potentiellen Landeplätze noch genauer unter die Lupe genommen.

Noch nie musste ein Missionsteam einen Landeplatz auf einem Kometen auswählen - der Lander Philae wird das erste Gerät überhaupt sein, das auf einem Kometen aufsetzt und vor Ort Messungen durchführt. Und Zielkomet Churyumov-Gerasimenko, zu dem die ESA-Raumsonde Rosetta vor zehn Jahren mit Philae an Bord aufgebrochen ist, macht es dem Landerteam unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nicht einfach: Auf seiner Oberfläche sind nicht nur flache Gebiete, sondern auch zahlreiche Risse, Hänge, Krater und Brocken zu sehen.

"Wenn man die außergewöhnliche Form und die globale Topographie des Kometen sieht, ist es sicherlich keine Überraschung, dass viele Gebiete gleich aus der Auswahl herausfielen", sagt DLR-Wissenschaftler Dr. Stephan Ulamec, Projektleiter für den Lander Philae. Am 24. August fiel die Entscheidung für fünf mögliche Landestellen. "Bei diesen Kandidaten, die wir nun weiterhin untersuchen, ist eine Landung nach ersten Abschätzungen technisch durchführbar - die vorläufigen Flugbahnberechnungen zeigen dies. Außerdem bieten alle zumindest teilweise flaches Terrain und bei jeder Rotation des Kometen mindestens sechs Stunden Tageslicht, um den Lander mit Energie zu versorgen."

Bei dem Auswahlprozess musste das Team aus Wissenschaftlern des Lander Control Centers des DLR in Köln, des SONC (Science, Operations and Navigation Centre) der französischen Raumfahrtagentur CNES und die Wissenschaftler, deren Instrumente an Bord von Philae mitfliegen, die unterschiedlichsten Kriterien berücksichtigen: So benötigt der Lander beispielsweise genügend Sonnenstunden, um nach einer 64-stündigen ersten wissenschaftlichen Untersuchungsphase über einen möglichst langen Zeitraum seine Batterien für seinen Betrieb und die weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen aufzuladen.


Die jetzt in die engere Wahl genommenen Landeplätz auf der Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko.

Großansicht: http://astronews.com/news/artikel/2014/08/1408-022a.shtml

Kann der Lander nicht mit ausreichend Energie versorgt werden, hat dies Konsequenzen für die geplante "Long term science phase", der Phase, in der alle Instrumente die Entwicklung des Kometen auf seinem Weg in Richtung Sonne untersuchen können. Permanente Beleuchtung hingegen könnte wiederum ein Überhitzen des Landers zur Folge haben - und somit die Lebensdauer von Philae und seiner Instrumente deutlich einschränken.

Und auch die Zeitspanne von der Trennung des Landers von der Muttersonde bis zur eigentlichen Landung hat Auswirkungen auf die Wissenschaft: Je länger der Landevorgang dauert, umso weniger Energie steht für die erste wissenschaftliche Phase auf der Kometenoberfläche zur Verfügung.

Ist das Gelände zu schroff und befinden sich beispielsweise Vertiefungen, Brocken von der Größe des Landers oder steile Hänge in dem Areal, ist eine Landung riskant. Da die Position des Orbiters, wenn er Philae in Richtung Komet absetzt, nicht exakt bestimmt werden kann, können die Wissenschaftler nämlich auch das Landegebiet nur mit einem Durchmesser von etwa einem Kilometer festlegen. Setzt der Lander nicht genau im angepeilten flachen Gebiet auf, könnte er im angrenzenden Gelände auf eine sehr landeunfreundliche Umgebung treffen.

Nicht zuletzt muss die Position für das Absetzen auch mit dem Rostta-Orbiter erreichbar und eine regelmäßige Kommunikation mit Philae nach dessen Landung möglich sein, um unter anderem die gewonnenen Daten zur Erde zu funken. Und ginge es ausschließlich nach den Wünschen der beteiligten Wissenschaftler, würden diese sich vor allem ein möglichst aktives, ausgasendes, aber auch ursprüngliches Gebiet auswählen, in dem das Kometenmaterial seit der Entstehung unseres Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren kaum Veränderungen erfahren hat.

Allerdings: Den idealen Landeplatz, an dem ein flaches Terrain, genügend Sonnenstunden, eine gute Erreichbarkeit und optimale wissenschaftliche Bedingungen gewährleistet sind, entdeckte das Lander-Team nicht auf Komet Churyumov-Gerasimenko - und musste bei der Auswahl jeweils Vor- und Nachteile abwägen und einige "Kröten schlucken".

"Es ist klar, dass wir Kompromisse eingehen müssen", betont DLR-Projektleiter Stephan Ulamec. Informationen über Temperaturen, das Ausgasen oder Geländeformen wurden von den Instrumente auf dem Orbiter geliefert. Aus ursprünglich zehn möglichen Landeplätze A bis H entschied sich das Lander-Team schließlich für fünf Kandidaten auf dem Kometen, der aus einem kleineren Kopf, einem größeren Körper und einem schmalen, sehr aktiven Verbindungsstück besteht. Drei der möglichen Landestellen (B, I und J) befinden sich auf dem kleineren der beiden Kometenteile, die beiden anderen (A und C) sitzen auf dem größeren Teil, dem Körper.

Landestelle A liegt in einer interessanten Region auf dem größeren Kometenteil, die den Blick zum Kometenkopf ermöglicht. Das schmale Gebiet zwischen diesen beiden Teilen ist sehr wahrscheinlich aktiv - dort gast der Komet auf seiner Reise in Richtung Sonne bereits jetzt schon aus. Zunehmend höher aufgelöste Aufnahmen sollen nun genauere Untersuchungen ermöglichen, um die Risiken durch kleineren Vertiefungen und Hängen bei der Landung besser einschätzen zu können. Auch die Beleuchtungsbedingungen werden noch detaillierter analysiert.

Landestelle B befindet sich einer kraterähnlichen Struktur am Kopf des Kometen und bietet für die Landung sehr wahrscheinlich ein relativ großes flaches Gelände im Inneren des Kraters. Allerdings ist an dieser Stelle das Tageslicht, das Philae erreicht, geringer als es ideal wäre - dies könnte zu einem Problem bei den längerfristigen wissenschaftlichen Untersuchungen führen. Mit weiteren Aufnahmen der Kometenoberfläche sollen nun die Gefahren durch die Brocken im Kraterinneren genauer abgeschätzt werden. Die Brocken im Gebiet deuten zudem daraufhin, dass es sich um verändertes und somit nicht so ursprüngliches Material handelt, wie es an anderen Orten auf dem Kometen untersucht werden könnte.

Landestelle C liegt auf dem größeren Kometenteil. Die Wissenschaftler finden hier viele unterschiedliche Strukturen wie Vertiefungen, Klippen, Hügel und ebene Gebiete - und auch Material, dass auf den Kameraaufnahmen heller als gewöhnlich erscheint und somit besonders interessant ist. Doch eben diese Oberflächenstrukturen müssen nun genauer betrachtet werden, um ihre Risiken für eine sichere Landung einzuschätzen. Landestelle C verfügt über genügend Tageslicht, von dem die späteren wissenschaftlichen Untersuchungsphasen profitieren würden.

Landestelle I ist in einem relativ flachen Gebiet und könnte neueres Material enthalten. Mit Kameraaufnahmen soll in den nächsten Wochen die Oberfläche im Detail betrachtet werden, um das Ausmaß der vorhandenen rauen Strukturen exakter bestimmen zu können. Die Beleuchtung der Landestelle hingegen ist günstig und gestattet eine länger andauernde wissenschaftliche Phase auf der Kometenoberfläche.

Der fünfte Kandidat J hat große Ähnlichkeit mit I - die Landestelle sitzt ebenfalls auf dem kleineren Kometenteil, dem Kopf, hat interessante Oberflächenstrukturen und eine gute Beleuchtung bei der Rotation des Kometen. Für das Experiment CONSERT, bei dem Radiowellen durch den Kometen zum Orbiter gesendet und empfangen werden, ist diese Landestelle günstiger als Landestelle I. Da allerdings auch hier einige Brocken und Terrassen zu sehen sind, sind höher aufgelöste Kamerabilder notwendig, um die Details des Geländes genauer zu bestimmen. "Jede Landestelle unter diesen Kandidaten hat das Potenzial für einmalige wissenschaftliche Entdeckungen", betont Lander-Projektleiter Ulamec.

Das DLR-Institut für Planetenforschung ist bei vier Instrumenten der Mission in einer führenden Rolle und bei drei weiteren Experimenten wissenschaftlich beteiligt. Die Kamera ROLIS (Rosetta Lander Imaging System) wird beispielsweise bereits während des Abstiegs von Lander Philae von dessen Unterseite aus erste Bilder der Kometenoberfläche aufnehmen und vor Ort dann die Oberflächenstruktur des Kometen untersuchen.

Die Thermalsonde MUPUS (Multi-Purpose Sensors for Monitoring Experiment) hämmert sich unter anderem in den Kometen, um dort bis in 40 Zentimetern Tiefe die Temperatur sowie die Wärmeleitfähigkeit zu messen. Das Experiment SESAME misst den Staubfluss, sitzt aber auch unter anderem in den Füßen des Landers und sendet und empfängt akustische und elektrische Signale.

Zum Einsatz kommen können diese Instrumente allerdings nur, wenn Philae - gesteuert und betrieben aus dem Lander Control Center des DLR in Köln - sicher landet. Bis zum 14. September 2014 wird das Lander-Team deshalb die fünf möglichen Kandidaten für eine Landung genauer unter die Lupe nehmen und aus ihnen den Landeplatz sowie eine Ersatz-Landestelle auswählen.

Im Oktober wird dann nach noch genaueren Analysen der Landeplatz bestätigt oder auf den Ersatz-Landesplatz zurückgegriffen. Voraussichtlich am 11. November 2014 ist es dann soweit: Die erste Landung auf einem Komet findet statt und erstmals können - wenn alles nach Plan verläuft - direkt vor Ort auf einer Kometenoberfläche wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt werden.


Quelle: http://astronews.com/news/artikel/2014/08/1408-022.shtml
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Di 16 Sep - 13:31 7479

Philae soll auf Kopf des Kometen landen

Die Entscheidung ist gefallen: Am 11. November soll der kleine Lander Philae der europäischen Kometensonde Rosetta auf dem Kopf des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko landen. Dies gab das Team der Mission heute bekannt. Eine Ausweichlandestelle befindet sich auf dem Körper des Kometenkerns, dessen Form etwas an eine Gummiente erinnert.

Beinahe mitten auf dem "Kopf" des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko soll die Landeeinheit Philae der ESA-Raumsonde Rosetta am 11. November aufsetzen. Nach Ansicht des Lander-Teams, das sich am vergangenen Wochenende mit Vertretern des Rosetta Science Teams und der ESA in Toulouse beraten hatte, bietet diese Region im Vergleich mit anderen die besten Voraussetzungen für eine sichere Landung und anschließende erfolgreiche Messungen.

In der Vorauswahl fünf möglicher Landestellen, die das Lander Team Ende August in die engere Wahl gezogen hatte, trug die jetzt ausgewählte Region die Bezeichnung J. Region C, die seitlich auf dem "Körper" des Kometen liegt, bestimmten die Wissenschaftler zur Ausweichlandestelle.

Aufnahmen von Landestelle J, die in den vergangenen Tagen mit Hilfe von Rosettas wissenschaftlichem Kamerasystem OSIRIS aufgenommen wurden, zeigen ein recht zerklüftetes Terrain. Berechnungen ergaben jedoch gute Landechancen. Dafür wurden die Topographie der Landestelle sowie die mechanischen Eigenschaften von Philaes Landegestell berücksichtigt.

Der genaue Fleck, auf dem Philae niedergeht, lässt sich nur mit einer Genauigkeit von etwa 500 Metern bestimmen. "Wir brauchen deshalb nicht den einen perfekten Landepunkt, sondern eine Region, für die möglichst viele Landeszenarien ein gutes Ende nehmen", erklärt Hermann Böhnhardt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), wissenschaftlicher Leiter der Landemission.


Die ausgewählte Landestelle J befindet sich auf dem "Kopf" des Kometen. In der rechten Nahaufnahme ist sie durch das Kreuz gekennzeichnet

Großansicht: http://astronews.com/news/artikel/2014/09/1409-020a.shtml

"Keine der Landestellen-Kandidaten konnte alle gewünschten Kriterien zu 100 Prozent erfüllen. Landeplatz J ist aber ganz klar die beste Lösung", sagt Philae-Projektleiter Stephan Ulamec vom DLR. Ein wichtiges Kriterium ist die Anzahl großer Brocken, die die Landestelle überziehen. Forscher des OSIRIS-Teams hatten in den vergangenen Wochen einen genauen Blick auf die fünf Landestellen-Kandidaten geworfen und dabei alle erkennbaren Brocken erfasst, vermessen und kartiert.

"Nach unseren bisherigen Erkenntnissen bietet Landestelle J Philae vergleichsweise wenige 'Stolperfallen'", so Holger Sierks vom MPS, Leiter des OSIRIS-Teams. "Auch aus wissenschaftlicher Sicht sind wir mit der Oberseite des Kometenkopfes sehr zufrieden", so Böhnhardt. Erste Messungen deuten darauf hin, dass dort organisches Material vorliegt und sich von dort die Aktivität des Kometen gut untersuchen lässt. Zudem sollte das Instrument CONSERT an der ausgewählten Landestelle gute Bedingungen für seine Messungen vorfinden.

CONSERT ist das einzige Experiment der Rosetta-Mission, das Teil des Orbiters und der Landeeinheit ist. Ziel ist es, mit Hilfe von Radiowellen die innere Struktur des Kometenkerns zu erforschen. Dafür wird ein Radiosignal von der Raumsonde durch den Kern zur Landeeinheit und zurück gesendet. Auf Grund der Gestalt des Kometenkerns und der Flugbahn des Orbiters ist nicht jeder Punkt auf der Oberfläche von 67P in gleicher Weise geeignet, um den gesamten Kometenkern zu durchstrahlen. Landeplatz J ist einer der besten für diese Aufgabe.

Zudem ermöglicht die ausgewählte Region häufige und gute Kommunikation zwischen Lander und Orbiter. Dies ist wichtig für die vielen wissenschaftlichen Messungen, die in den ersten zwei bis drei Tagen nach dem Aufsetzen parallel und in den Wochen danach in kurzer zeitlicher Folge stattfinden sollen. Schließlich sind die Kapazitäten von Philaes Datenspeicher begrenzt. Messdaten müssen möglichst rasch zum Orbiter transferiert werden, um Platz für neue zu machen; Kommandos vom Orbiter die Landeeinheit schnell erreichen.

Für die späteren Messungen sind die Lichtverhältnisse auf dem Kometenkopf günstig: Philaes Solarzellen können dort genug Strom erzeugen, um die Batterien verlässlich wieder aufzuladen. In den nächsten Wochen werden alle Instrumente des Orbiters Landestelle J genauer untersuchen. OSIRIS etwa wird diesen Bereich mit einer Auflösung von möglicherweise 30 Zentimetern pro Pixel abbilden.

Nur für den Notfall - falls etwa die höhere Auflösung bisher unbekannte Risiken aufdecken sollte - hat das Lander Team auch eine Ausweichlandestelle festgelegt. Landestelle C findet sich seitlich auf dem "Körper" des Kometen. Auch sie erfüllt wichtige Kriterien, ist jedoch ein wenig schwieriger anzufliegen.


Quelle: http://astronews.com/news/artikel/2014/09/1409-020.shtml
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Fr 10 Okt - 15:37 8287

Ein Brocken namens Cheops

Wissenschaftler haben gestern eine eindrucksvolle Nahaufnahme eines großen Felsens auf der Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko vorgestellt. Sie tauften den enormen Brocken, der eine der größeren Strukturen dieser Art auf dem Kometen darstellt, auf den Namen Cheops. Er gehört zu einer ganzen Gruppe dieser geheimnisvollen Objekte.

Dem wissenschaftlichen Kamerasystem OSIRIS an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta ist eine beeindruckende Aufnahme eines der vielen Brocken auf der Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko gelungen. Mit einer maximalen Ausdehnung von etwa 45 Metern ist er einer der größeren Strukturen dieser Art und befindet sich auf der Unterseite des größeren Teilkörpers des Kometen am Rande einer Ansammlung ähnlicher Brocken.

Da diese Gruppe die Wissenschaftler an die Pyramiden von Gizeh erinnert, wurde der größte Block nach der Cheops-Pyramide benannt. Die vielen felsbrockenartigen Strukturen, die Rosetta auf der Oberfläche von 67P entdeckt hat, gehören zu seinen auffälligsten und geheimnisvollsten Eigenschaften.

Der große Brocken, der nun den Namen Cheops trägt, war erstmals auf Aufnahmen zu sehen, die Anfang August bei der Ankunft von Rosetta am Kometen entstanden. In den vergangenen Wochen, als sich Rosetta der Kometenfläche immer weiter angenähert hat, konnte OSIRIS die einzigartige Formation erneut aufnehmen - doch dieses Mal mit einer deutlich höheren Auflösung von 50 Zentimetern pro Pixel.

Wie viele der kleineren und größeren Blöcke, die das OSIRIS-Team derzeit kartographiert, hebt sich Cheops vom dunkleren Untergrund ab. Die hochaufgelöste Aufnahme besticht durch ihre Details. "Die Oberfläche von Cheops erscheint zerklüftet und unregelmäßig", beschreibt der Leiter der OSIRIS-Teams, Holger Sierks vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS).

Besonders faszinierend seien dabei kleine Bereiche auf der Oberfläche des Brockens, welche dieselbe Helligkeit und Textur aufweisen wie der Untergrund. "Es sieht fast so aus, als ob der lose Staub, der die Oberfläche des Kometen bedeckt, sich in den Ritzen abgelagert hat. Dies ist jedoch derzeit nur eine Vermutung", so Sierks.

Abgesehen von der Größenverteilung sind fast alle Merkmale der Felsblöcke von 67P noch immer ein Rätsel für die Forscher. Aus welchem Material bestehen sie? Was sind ihre physikalischen Eigenschaften wie etwa Dichte und Festigkeit? Wie sind sie entstanden? Das OSIRIS-Team hofft, dass das Überwachen der Kometenoberfläche in den nächsten Monaten Hinweise liefern wird.


Nahaufnahme des Brockens Cheops auf 67P/Churyumov-Gerasimenko.

Großansicht: http://astronews.com/news/artikel/2014/10/1410-010a.shtml


Die Gruppe von Brocken in der Mitte dieser Aufnahme erinnert Wissenschaftler an die Pyramiden von Gizeh. Der größte der Brocken hat deshalb den Namen Cheops erhalten.

Großansicht: http://astronews.com/news/artikel/2014/10/1410-010b.shtml

"Falls beispielsweise die Brocken durch die Aktivität des Kometen freigelegt werden oder ihre Position dem Gravitationsfeld folgend verändern, müssten wir dies in unseren Aufnahmen erkennen können", erläutert Sierks. Heute wird sich Rosetta auf einen Abstand von nur zehn Kilometern an die Oberfläche des Kometen heranwagen. OSIRIS erhält dadurch die Gelegenheit, noch genauer hinzusehen.

Rosetta ist eine Mission der europäischen Weltraumagentur ESA mit Beiträgen der Mitgliedsstaaten und der amerikanischen Weltraumagentur NASA. Rosettas Landeeinheit Philae wurde von einem Konsortium unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zur Verfügung gestellt. Das wissenschaftliche Kamerasystem OSIRIS wurde von einem Konsortium unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung gebaut. Rosetta wird die erste Mission in der Geschichte sein, die einen Kometen anfliegt, ihn auf seinem Weg um die Sonne begleitet und eine Landeeinheit auf seiner Oberfläche absetzt.


Quelle: http://astronews.com/news/artikel/2014/10/1410-010.shtml
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 17:23 8989

"Rosetta"-Mission: Raumsonde "Philae" sicher auf Komet Tschuri gelandet

Es ist ein historischer Tag für die Raumfahrt: Die "Philae"-Sonde steht auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Die spektakuläre Landung ist trotz technischer Schwierigkeiten gelungen.

Eines der schwierigsten Manöver in der Geschichte der Raumfahrt ist geglückt: Die Raumsonde "Philae" ist sicher auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, kurz "Tschuri", gelandet. Die Bestätigung kam am Mittwoch gegen 17 Uhr per Funk. Die Wissenschaftler und Ingenieure der europäischen Weltraumbehörde reagierten mit Jubel und Erleichterung - denn ob das schwierige Manöver gelingen würde, war keineswegs sicher.

"Das ist ein großer Schritt für die Raumfahrt", sagte Esa-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain. "Das größte Problem am Erfolg ist, dass er einfach aussieht." Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sprach im Esa-Kontrollzentrum in Darmstadt von einem "epochalen" Ereignis. "Das ist ein Tag des Glücks, der Begeisterung und der Faszination."

In der Nacht zum Mittwoch war noch eine Verschiebung der Landung erwogen worden. Eine Düse auf der Oberseite von "Philae" machte Probleme. Sie sollte die Sonde bei der Landung gegen den Kometen drücken, damit sie sicher zum Stehen kommt.

Wegen der geringen Anziehungskraft des Kometen bestand die Befürchtung, dass "Philae" nach dem Aufprall wieder zurück ins All fliegt. Schrauben an den Beinen, zwei Harpunen und die Kaltgasdüse sollten dies verhindern. Die Wissenschaftler beim DLR in Köln, von wo der Landeapparat gesteuert wurde, änderten wegen der womöglich nicht richtig funktionierenden Düse den technischen Ablauf der Landung.

Ursprünglich war geplant, dass die Düse eingeschaltet wird, sobald ein Bein Bodenkontakt hat. Dadurch sollte "Philae" gegen den Kometenboden gedrückt werden, bis der Lander auf allen drei Beinen steht. Erst dann war das Abfeuern der beiden Harpunen vorgesehen, die selbst in Granit Halt finden würden. Wegen der Probleme mit der Düse hatten die Techniker am DLR dann aber entschieden, die Harpunen früher abzufeuern, schon kurz nach der ersten Berührung mit dem ersten Bein. "Das Ganze dauert nur eine Sekunde", sagte Hans-Jürgen Jung von der Firma Airbus Defense and Space. Er hat gemeinsam mit Kollegen den von Max-Planck-Forschern entwickelten Landemechanismus getestet.

Abgesehen von den Problemen mit der Düse gab es beim Landemanöver keinerlei Probleme. Kurz nach 15 Uhr hatte "Philae" ein erstes, noch sehr unscharfes Foto zur Erde geschickt. Es zeigte das Mutterschiff "Rosetta" kurz nach dem Abkoppeln - freilich nur schemenhaft. Gegen 16 Uhr folge ein Foto, das von "Rosetta" stammte und den Landeapparat mit ausgefahrenen Beinen zeigte.

Der Abstieg zum Kometen hatte sieben Stunden gedauert. Für die beteiligten Forscher waren es die vielleicht aufredendsten sieben Stunden ihres Lebens, wie Jean-Pierre Bibring sagte: "Wir versuchen nicht jeden Tag, auf einem Kometen zu landen."


Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/rosetta-mission-philae-ist-sicher-gelandet-a-1002565.html
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 17:26 8990


Das erste Bild von Philae wurde veröffentlicht. Es ist nicht bearbeitet und zeigt den Rosetta-Orbiter. Es wurde kurz nach der Abtrennung aufgenommen.


Die ersten Bilder der Rosetta-Kamera OSIRIS von Philae wurden veröffentlicht. Auf der detailliertesten Aufnahme ist der Lander wunderschön zu erkennen - mit den ausgefahrenen Landebeinen.


Gespanntes Warten im Kontrollraum der ESA in Darmstadt: Wann kommt das Signal von Philae?


Quelle: http://astronews.com/news/missionen/rosetta/landelog.html
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 18:44 8995

Das ist einfach klasse, findet ihr nicht auch?

Ich verfolge das heute schon, ganz aufgeregt, den ganzen Tag online. lchn1
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 18:48 8996

Oh Gott, gerade habe ich mitbekommen, dass es Probleme geben soll?

Mal abwarten was da los ist.......

Die Harpunen sollen nicht abgeschossen worden sein.
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 18:59 8997

Dexter schrieb:
Das ist einfach klasse, findet ihr nicht auch?


Oh ja und wie. lchn1

Ich sitze auch gespannt vor dem Fernseher und warte auf die neuen Bilder.

Das mit den Problemen, mit den Harpunen habe ich auch gerade mitbekommen. Oh, ich hoffe es geht alles gut.
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 19:02 8998

Es bleibt spannend.
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 19:07 8999

CommanderData schrieb:
Es bleibt spannend.

Oh ja und wie.
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 19:10 9000

Das erste Bild von der Oberfläche. Ein paar Kilometer entfernt.



https://twitter.com/esa
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 19:19 9001

3sat berichtet auch ab 19:30Uhr.
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 19:38 9002

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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 19:47 9003

Habe ich auch gerade auf Allmy geposted.

Da meinte ein User, das sei ein Fake und dies hier wäre das Original:


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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 19:52 9004

Keine Ahnung. Der Tom hatte das ja gerade in eure Gruppe auf Facebook geposted gehabt.
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 19:58 9005

Ja, habe ich auch vorhin gesehen. Na dann warten wir mal weiter ab.
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 20:00 9006

Man weiß immer noch nichts genaues.
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 20:11 9009

Es geht weiter...
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 20:12 9010

Die Pressekonferenz hat endlich angefangen.
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 20:21 9011

Sie sind zweimal gelandet! bggrns1
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BeitragThema: Re: 67P/Churyumov-Gerasimenko   Mi 12 Nov - 20:24 9012

Ja.

....that's Rocketscience, ... not easy to interpret ....

Und morgen wissen sie anscheinend mehr.
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