Nothing but the Truth - Wenn sich VT's in Luft auflösen

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 Wer die Deutschen Wirtschafts Nachrichten liest ist doof

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Galaxys81
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BeitragThema: Wer die Deutschen Wirtschafts Nachrichten liest ist doof   So 17 Aug - 21:12 7394

Hier ein Auszug von dem Bericht auf der Seite: http://indub.io

"Schön, dass du hier bist. Deine voraussichtliche Lesezeit für diesen Beitrag: 18 Minute(n)

Ja, ja, ich weiß. Die Überschrift ist polemisch, manipulativ und reißerisch. Sie erfüllt keinen anderen Zweck, als dich auf diese Seite zu locken. Damit hättest du dann auch schon Lektion Nr. 1 des Lehrgangs “So funktionieren die Deutschen Wirtschafts Nachrichten” erfolgreich absolviert. Herzlichen Glückwunsch. Und herzlich willkommen zum Workshop.

[Anmerkung: Dieser Beitrag erschien bereits auf meiner privaten Homepage. Aus aktuellem Anlass veröffentliche ich ihn noch einmal hier]

Liebe Menschen in meiner Facebook-Timeline, ich weiß, es ist gut gemeint, aber bitte hört auf, die Deutschen Wirtschafts Nachrichten zu verlinken, diese Seite, bei der man den Eindruck bekommt, Doge wäre Chefredakteur. Oder macht es uns allen einfacher, und kackt euch stattdessen selbst auf eure Computertastatur. Ihr habt das gleiche Ergebnis und mir wird der Quatsch in meiner Timeline erspart. UPDATE: Ein aktuelles Beispiel:

In der Reihe dummer, tendenziöser Artikel der Deutschen Wirtschafts Nachrichten nimmt dieser Beitrag einen der vorderen Plätze ein. Aus der Aussage der US-Regierungssprecherin Marie Harf, dass sie weder ausschließen noch bestätigen könne, dass sich zum Zeitpunkt des Abschusses des Fluges ‪#‎MH17‬ ein ukrainischer Kampfjetzt in der Nähe befand, machen die Deutschen Wirtschafts Nachrichten die Überschrift:

Amerikaner werden nervös: Hat die Ukraine den Abschuss von MH17 ausgelöst?

sowie die Einleitung:

Eine US-Sprecherin hat in Washington überraschend ein Geständnis abgelegt: Sie musste einräumen, dass die Ukraine tatsächlich einen Kampf-Jet in Richtung von MH17 geschickt haben könnte. Dieser Jet könnte die Rebellen provoziert haben, in Richtung der Passagier-Maschine zu schießen. In diesem Fall hätte die Ukraine eine klare Mitschuld am Tod von fast 300 Zivilisten. Die Amerikaner kämen als militärische Drahtzieher der ganzen Aktion gewaltig unter Druck.

Das ist schon äußerst erstaunlich. Das gibt der Original-Wortlaut in keiner Weise wieder. Hier ein Auszug der Übersetzung der DWN:

Journalist: Aber die Theorie – oder, wenn Sie lieber mögen – die Vermutung ist nicht notwendigerweise die – ich meine, Sie haben…Sie haben entdeckt, dass der ukrainische Kampf-Jet in der Nähe war, aber das er nicht in der Lage war (das Flugzeug) abzuschießen…
Harf: Nein, ich kann nicht einmal bestätigen, dass überhaupt ein ukrainischer…wir haben keine Bestätigung, die ich gesehen habe, dass da ein ukrainischer Kampf-Jet war.
Journalist: Oh, das da überhaupt…
Harf: Ich sage nicht, dass da keiner war. Ich kann es nur nicht bestätigen.
Journalist: Richtig.
Harf: Aber unabhängig davon, die Annahme, dass diese Art von ukrainischem Kampf-Jet, von dem die Russen reden, dies mit einer Rakete hätte machen können, das passt einfach nicht zu den Wrackteilen, die wir gesehen haben.


Da ich ohnehin die Vermutung habe, dass der Großteil der leichtgläubigen DWN-Leserschaft nicht über Überschrift und Einleitung hinaus liest, ist das aus meiner Sicht mal wieder der plumpe Versuch der DWN, in verschwörungstheoretischen Gewässern zu fischen. Ein Musterbeispiel für unseriösen Journalismus. Jetzt aber erstmal ganz von vorn.

Die Seite, die aus dem Nichts kam

Wie aus dem Nichts tauchten die DWN auf. Immer mehr Menschen in meiner Timeline gefiel ein spezieller Artikel, sie verlinkten ihn, empfahlen ihn. Die Überschrift klang auch äußerst alarmierend:

Sturm-Warnung in Fukushima: Größte Krise der Menschheit droht

Die Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten. Das klingt doch seriös. Natürlich klickt man da, man ist ja auch nur ein Mensch. Das hört sich ja schlimm an, nach Weltuntergang, Harmagedon, Ragnarök. Und außerdem, der Mensch, der das verlinkt hat, den kennt man im echten Leben, der würde doch keinen Quatsch empfehlen. Oder?

Zuerst klickte ich dennoch nicht, schließlich ist man ja mittlerweile konditioniert. Zumal ich diese Seite nicht kannte. Bei allzu reißerischen Überschriften fahre ich mit der Maus über den Link und schaue unten im Browser nach, was das Ziel ist, egal, wie gut ich die Person kenne. You won’t believe what this girl did in public oder You have to watch this, fast immer verbirgt sich dahinter ein Spamversuch.

Zack, Lektion Nr. 2 des DWN-Workshops: Bestimmte Triggerwörter werden fett ausgezeichnet. Eine simple Suggestivmethode. In einem Artikel sind das beispielsweise negativ konnotierte Wörter wie “sinkt”, “starker Rückgang”, “Griechenland”, “Zypern”, “Rettungsaktionen”. Da werden beim Leser kausale Zusammenhänge erzwungen, da weiß man, gepaart mit der Überschrift, wohin der Hase läuft, selbst, wenn man den Artikel nur überfliegt.

Ich halte diese Leute für bemitleidenswerte Zeitgenossen, die jeder Verschwörungstheorie hinterherlaufen, solange sie nur europafeindlich genug ist,

so ein Freund von mir, der nicht namentlich genannt werden möchte, über die Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Von einem Medium namens Deutsche Wirtschafts Nachrichten (DWN) hatte ich also noch nie was gehört. Das war schon mal suspekt. Das klingt vielleicht anmaßend, aber wenn man sich wie ich seit 1999 täglich bis zu fünf Stunden im Netz bewegt, dann hat man von einem Großteil der seriösen Nachrichtenseiten schon mal gehört.

Die DWN hatten allerdings noch nicht mal eine eigene Wikipedia-Seite; die Suche nach “Deutsche Wirtschafts Nachrichten” und “wikipedia” führte bloß zum Eintrag des Herausgebers Michael Maier (den kannte ich immerhin) sowie zu einem – natürlich – kritischen Artikel über Wikipedia. Was nun?

Elf Regeln für ein bullshitfreies Surfen

Ich habe für mich persönlich folgende Regeln zur Bewertung von unbekannten Links bei Facebook aufgestellt, mit denen ich bislang ganz gut fahre:

Mit dem Cursor über den Link fahren und überprüfen, wohin er führt
Stimmt die URL nicht mit dem Link überein: Höchstwahrscheinlich Spam
Bei sehr großen Zweifeln: Abgleich mit mimikama
User-Check: Wer hat den Link gepostet? Vertraue ich dieser Person?
Artikel vollständig lesen, Inhalt mit Überschrift abgleichen
Welche Quellen werden benannt?
Wie oft verlinkt der Artikel auf Artikel der gleichen Seite?
Wenn ich die Seite nicht kenne: Was sagt Wikipedia über sie?
Was sagen andere Medien über die Seite?
Was finde ich generell über die Seite, z.B. über die politische Ausrichtung?
Was postet diese Seite noch so?

Doch bei diesem Link schien es sich zumindest nicht um Spam zu handeln, also wagte ich einen Blick. Es klang ja auch erschreckend, Weltuntergang, Harmagedon, Ragnarök. Ich war – wie viele meiner Zeitgenossen, und womöglich wie du mit diesem Artikel – auf simplen Clickbait hereingefallen..."


Quelle und ganzer Artikel: http://indub.io/blog/2014/04/10/deutsche-wirtschafts-nachrichten/

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