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 Asteroiden-Einfangmission wird konkreter

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BlackHeart
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BeitragThema: Asteroiden-Einfangmission wird konkreter    Mo 23 Jun - 15:29 7078

Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat gestern ihre Pläne für eine spektakuläre Asteroiden-Einfangmission etwas konkretisiert, die sie für das Jahr 2019 plant. Inzwischen gibt es einige kleine Asteroiden, die für eine solche Mission infrage kommen würden. Bei einem wurde erst kürzlich mit Hilfe des Weltraumteleskops Spitzer der Durchmesser bestimmt. Noch werden zwei Missionskonzepte diskutiert.

Für die NASA soll der Weg zu einer bemannten Mission zum Mars, so zumindest die aktuellen Planungen der amerikanischen Raumfahrtbehörde, über eine spektakuläre Mission zu einem erdnahen Asteroiden führen. Dazu ist im Jahr 2019 der Start einer unbemannten Raumsonde vorgesehen, die entweder einen kleinen Asteroiden einfängt oder aber einen mehrere Meter durchmessenden Felsbrocken von der Oberfläche eines größeren Asteroiden einsammelt.

Die Einfangsonde soll dann in einen Orbit um den Erdmond einschwenken, wo der Asteroid oder der Felsbrocken dann von Astronauten untersucht und auch Proben genommen werden könnten. Die dabei gewonnenen Erfahrungen werden nicht nur der Vorbereitung einer bemannten Mission zum Mars dienen, sondern dürften auch wichtige Erkenntnisse über erdnahe Asteroiden liefern, die die Erde bedrohen könnten.

Ob nun ein kleiner Asteroid eingefangen oder ein ähnlich großer Felsbrocken von der Oberfläche eines Asteroiden eingesammelt werden soll, will die NASA bis Ende dieses Jahres entscheiden. Für Konzeptstudien zu verschiedenen Teilaspekten der Asteroidenmission stehen jetzt knapp fünf Millionen US-Dollar bereit. Die damit finanzierten Studien sollen im Juli beginnen und bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Parallel dazu sucht die NASA intensiv nach einem geeigneten Asteroiden für die Mission. Für die Einfangvariante wurden bislang neun Asteroiden identifiziert, die sowohl die richtige Größe als auch den richtigen Orbit haben dürften. Von drei Asteroiden sind Größe und weitere Eigenschaften bereits genauer bestimmt. Zuletzt hatte das Infrarot-Weltraumteleskop Spitzer neue Daten zum Asteroiden 2011 MD geliefert. Dieser hat einen Durchmesser von rund sechs Metern und eine überraschend geringe Dichte - sie entspricht etwa der von Wasser.


Spitzer-Aufnahme des Asteroiden 2011 MD. Der Asteroid wurde von Spitzer im Februar 2014 20 Stunden lang beobachtet.


Großansicht: http://astronews.com/news/artikel/2014/06/1406-029a.shtml

Die Astronomen spekulieren daher, dass es sich bei dem Brocken eher um eine Art lockeren Schutthaufen handeln könnte. Normales Gestein hat nämlich etwa die dreifache Dichte von Wasser. Beobachtungen im Infraroten sind für die Bestimmung der Größe von Asteroiden besonders gut geeignet, weil sich hier das Reflexionsvermögen kaum auf die Helligkeit auswirkt. Dies kann im sichtbaren Bereich des Lichts dazu führen, dass ein winziger weißer Eisklumpen im Teleskop ähnlich hell erscheint, wie ein riesiger dunkler Brocken.

"Die Beobachtung dieser schwer fassbaren Überreste, die aus der Zeit der Entstehung unseres Sonnensystems stammen könnten, erweitert unser Wissen über unsere Heimatwelt und den Teil des Weltraums, in dem sie sich befindet", so John Grunsfeld, der für das Wissenschaftsprogramm der NASA zuständige Administrator. "Die nähere Untersuchung erfordert ganz neue technische Fähigkeiten und hilft uns zudem, unseren Planeten vor Einschlägen zu schützten. Das Weltraumteleskop Spitzer ist eines der Werkzeuge für das Aufspüren und die Untersuchung potentieller Ziele für eine Asteroidenmission."

Die Suche nach Asteroiden wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt: 2016 wird mit dem Asteroiden 2008 HU4 ein weiterer potentieller Kandidat der Erde so nahe kommen, dass detailliertere Beobachtungen möglich sind. Die anderen Asteroiden auf der Liste nähern sich der Erde nicht mehr weit genug an, bevor eine endgültige Entscheidung über die Mission fallen muss. Allerdings werden im Rahmen verschiedener Programme jedes Jahr gleich mehrere potentielle Kandidaten entdeckt, von denen einige uns auch so nahe kommen, dass man sie genauer unter die Lupe nehmen kann.


Quelle: http://astronews.com/news/artikel/2014/06/1406-029.shtml
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